12.02.2020

Berufsmatura weiterentwickeln.

Ministerrat.

 

In den letzten Wochen haben wir uns als Neue Volkspartei intensiv damit auseinandergesetzt, Maßnahmen zur Attraktivierung der Lehre zu schaffen. In Hinblick auf die demografische Entwicklung wird für uns in den kommenden Jahren die Sicherung ausreichender Fachkräfte eine der großen Herausforderungen für uns sein. Heute wurden im Ministerrat weitere Vorschläge eingebracht, um die Lehre zu attraktivieren und gleichzeitig dem Fachkräftemangel in unserem Land aktiv entgegenzuwirken.


Lehrlinge leisten einen wichtigen Beitrag für unseren Wirtschaftsstandort und sind die Fachkräfte von morgen. Uns ist wichtig, jungen Menschen eine fundierte Ausbildung zu ermöglichen und das System der dualen Ausbildung – ein einzigartiges Erfolgsmodell – attraktiver zu gestalten.
 

Margarete Schramböck (c) Jakob Glaser

Wichtig ist mir, aber auch, dass wir den Bereich Lehre mit Matura in Zukunft stärken und mehr Erwachsene in die Lehre bringen.
 

– Bundesministerin Margarete Schramböck



Berufsmatura: Lehre mit Reifeprüfung

Das 2008 ins Leben gerufene Förderprogramm „Berufsmatura: Lehre mit Reifeprüfung“ unterscheidet sich von der traditionellen Berufsreifeprüfung, indem die Lehre und die Maturavorbereitung kombiniert werden. Wir wollen dieses Förderprogramm weiterentwickeln und Schritte setzen, um die Attraktivität dieser Ausbildung und die Zahl der Absolventen zu erhöhen.

Künftig soll es individuellere Aufnahmeverfahren geben, beispielsweise indem der Bewerbungsprozess ein Motivationsschreiben umfasst und der Fokus auf persönliche Kompetenzen und das Potenzial von Lehrlingen gelegt wird. Gleichzeitig sollen neue Qualitätskriterien bei der Auswahl der Kursanbieter hinsichtlich Kursgestaltung und weitere Maßnahmen die Unterrichtsqualität und -erfolge verbessern.

Wir investieren insgesamt in den kommenden fünf Jahren etwa 62 Millionen Euro in die Weiterentwicklung dieses Förderprogramms. Unser Ziel ist es, so vielen Menschen wie möglich, die Chance auf eine gute Ausbildung zu geben und damit dem Bedarf an notwendigen Fachkräften entgegenzuwirken.