17.06.2020

Auf zum digitalen Unterricht. 


Bundesregierung präsentiert 8-Punkte-Plan

Das Schulbuch, das Schulheft und die Schreibschrift wird es zwar weiterhin geben, aber zusätzlich dazu steht jetzt endlich die Kompetenz im Umgang mit digitalen Medien im Vordergrund. 

„Die Schulbuchaktion war ein bedeutender Schritt im vergangenen Jahrhundert, der die Schule verändert und geprägt hat. Der nächste Schritt im 21. Jahrhundert ist die Ausstattung der SchülerInnen mit Tablets und Laptops.“

 

– Bundeskanzler Sebastian Kurz

 

„Wir nützen den Schwung vom Distance-Learning, der sich während des Lockdowns in den Schulen aufgebaut hat: Dort konnten wir beobachten, dass der digitale Unterricht nicht nur bei jungen Kolleginnen und Kollegen, sondern auch bei älteren Lehrerinnen und Lehrern gut funktioniert.“

 

– Bildungsminister Heinz Faßmann

Bildungsminister Heinz Faßmann hat gemeinsam mit Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck einen 8-Punkte-Plan ausgearbeitet, der uns zur digitalen Schule bringt:

 

  • Portal Digitale Schule

Das Portal Digitale Schule soll die Kommunikation zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern verbessern. Dort werden die wichtigsten Verwaltungs- und pädagogischen Apps zur Verfügung gestellt. Mit einer einzigen Anmeldung wird somit der Zugriff auf alle wichtigen Apps möglich sein. Auch ein digitales Klassenbuch ist Teil der Plattform und soll flächendeckend ab dem nächsten Schuljahr zur Verfügung stehen. 

 

  • Vereinheitlichung der Plattformen

Der Einsatz von Lernplattformen wird über den Sommer pro Schulstandort auf eine Anwendung nach Wahl reduziert. Dadurch wird das Lernmanagementsystem für Schülerinnen und Schüler vereinheitlicht und vereinfacht. 

 

  • Lehrendenfortbildung


Damit Lehrerinnen und Lehrer optimal auf das digitale Unterrichten vorbereitet werden, wird es im Sommer ein umfangreiches Angebot an Schulungen und Weiterbildungen geben. Dabei wird es um den Einsatz von digitalen Plattformen, die Verwendung von digitalem Content und die Organisation von Distance Learning gehen.

 

  • Ausrichtung der Eduthek nach Lehrplänen


Die Eduthek ist eine digitale Plattform, die vertiefende Übungsmaterialien für alle Schularten und Unterrichtsgegenstände zur Verfügung stellt. Ab dem nächsten Schuljahr werden die Lehr- und Lernressourcen nach Lehrplänen sortiert, um die Suche zu erleichtern.

 

  • Gütesiegel Lern-Apps


Um qualitative Bildungsmedien zu gewährleisten, werden Lern-Apps geprüft und zertifiziert. Im Vordergrund steht dabei die Beurteilung nach pädagogischen Kriterien, aber auch Lernmanagement, Lernengagement, Benutzerfreundlichkeit und Datenschutz sind wesentliche Kriterien.

 

  • Ausbau der schulischen Basis IT-Infrastruktur


In den nächsten vier Jahren wird eine auf Glasfaser basierende Breitbandanbindung an allen Schulstandorten und ein leistungsfähiges WLAN-Netz in allen Unterrichtsräumen zur Verfügung gestellt. Dadurch werden optimale Rahmenbedingungen für den digitalen Unterricht geschaffen. 

 

  • Digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler


Ab dem Schuljahr 2021/22 wird die 5. und 6. Schulstufe mit digitalen Endgeräten ausgestattet. Danach erfolgt die Ausstattung schrittweise mit jeder neuen Klasse der 5. Schulstufe. 75% der Kosten werden vom Staat übernommen. Die Geräteauswahl findet autonom an den Schulstandorten statt.

 

  • Digitale Endgeräte für Lehrerinnen und Lehrer


Auch Lehrerinnen und Lehrer werden mit Endgeräten ausgestattet. Im Zuge der Schulsanierungen werden auch Arbeitsräume für Lehrende ausgestattet und zentrale Lizenzverträge abgeschlossen, um Lehrenden Zugang zu einer Standardsoftware zu ermöglichen.

Für die Umsetzung des 8-Punkte-Plans werden 200 Millionen Euro bis 2022 bereitgestellt. Diese Investition ist richtig und wichtig, weil digitale Bildung die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiche Zukunft ist. 

„Mir ist besonders wichtig, dass wir alle Schülerinnen und Schüler auf diesem Weg mitnehmen und dass die Technik sicher angewendet wird.“

 

– Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck