18.12.2019

„Dialog auf Augenhöhe“ beim EU-Afrika-Gipfel

Auf Initiative von Bundeskanzler Sebastian Kurz trafen sich beim hochrangigen, internationalen Wirtschaftsforum fast 1000 Vertreter aus Wirtschaft und Politik in Wien. Ziel war eine Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen beider Kontinente. 

+++ Platzhalter für Share-Buttons +++

Mit dem EU-Afrika-Forum startete am Dienstag der letzte große Programmpunkt des österreichischen EU-Ratsvorsitzes. Die Europäische Union setzt dabei unter österreichischem Vorsitz auf einen „Dialog auf Augenhöhe“ und will die wirtschaftlichen Beziehungen stärken. „Wir dürfen Afrika nicht den Chinesen überlassen“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz in seiner Eröffnungsrede, und sprach sich für möglichst „breite Investitionen“ in Afrika aus. 

BKA (c) BKA

 

Paradigmenwechsel in der Zusammenarbeit

Viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft, darunter zahlreiche Regierungschefs aus der EU und Afrika, der Präsident der Afrikanischen Union, Paul Kagame, und mehr als 800 Wirtschaftsvertreter, haben am Dienstag über künftige Wirtschaftsbeziehungen beraten. Das sei ein Paradigmenwechsel, sagt Kurz: „Wir haben dieses Mal erstmals ein Forum mit dem Ziel der Wirtschaftszusammenarbeit, mit der Nutzung der Innovation. Das ist ein guter Startschuss für mehr europäische Investitionen in Afrika.“


„Luft nach oben“ 

CEOs einiger großer österreichischer Unternehmen, wie BMW, Vodafone und Siemens waren ebenfalls im Wiener Austria Center dabei. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck sieht ebenso wie Bundeskanzler Kurz noch deutlich „Luft nach oben“, wenn es um Investitionen in Afrika geht. Der Betrag sei in den kommenden Jahren leicht zu verdoppeln, so Schramböck. Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sowie 5 EU-Kommissare waren beim Forum in Wien vor Ort. Juncker betonte in seiner Rede, dass es um eine „partnerschaftliche Gleichberechtigung“ beider Kontinente gehe. Nach der Pressekonferenz wurden bereits mehrere Memoranden unterzeichnet, unter anderem für Kredithilfen der EU-Kommssion für Klein- und Mittelbetriebe in Afrika. Auch Siemens-Chef Joe Kaeser kündigte zusätzliche Investitionen seines Unternehmens im Ausmaß von 500 Millionen Euro in Afrika an. 

Es ist ein Fehler aufgetreten.