30.04.2019

„Entlastung Österreich“ – Einfach weniger Steuern 

Die Regierung hat heute die Eckpunkte ihrer Steuerreform „Entlastung Österreich“ präsentiert. Insgesamt beträgt die Entlastung ab 2022 8,3 Milliarden Euro.

Löger (c) BKA

„Wir sind mit dem Versprechen angetreten, das Land zu verändern und die Belastung der arbeitenden Menschen im Land zu reduzieren. Mit „Entlastung Österreich“ halten wir unser Versprechen“, so Bundeskanzler Sebastian Kurz bei der Präsentation der Reform. Man habe sich bewusst dazu entschieden, keine neuen Steuern einzuführen. 

Niedrige und mittlere Einkommensbezieher als Gewinner 

Konkret setzt „Entlastung Österreich“ – inklusive  Familienbonus – 8,3 Milliarden Euro pro Jahr frei.  In der Anfangsphase bekommen die Entlastung vor allem Geringverdiener zu spüren: bereits 2020 profitieren sie von 900 Millionen Euro Entlastung jährlich. Ab 2021 sinkt auch die Lohnsteuer. 

Mehr netto für alle bis 2022

„75 Prozent des Gesamtvolumens entfallen auf die Entlastung von arbeitenden Menschen“, betonte Finanzminister Hartwig Löger.  „Durch die stufenweise Senkung der Tarifstufen profitieren vor allem die unteren und mittleren Einkommensstufen. Personen mit einem Einkommen von 1.500 Euro werden künftig um über 500 Euro pro Jahr entlastet.“ Mit der Senkung betragen die neuen Steuerstufen ab 2021 20, 30 und 40% statt der bisherigen 25,35 und 42%. 

Entlastung Arbeit (c) ÖVP

KÖST-Senkung als Standortsicherungsmaßnahme

Die von der Regierung geplanten Maßnahmen treten bis 2022 schrittweise in Kraft. Unter die geplanten Entlastungsmaßnahmen fällt auch die Senkung der Körperschaftssteuer. „Wir setzen Maßnahmen, wo es darum geht die Attraktivierung des Wirtschaftsstandorts zu legen. Dabei geht es um die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze und um die Schaffung neuer Arbeitsplätze“, so Löger. Die allmähliche Senkung der KÖST auf 21% bis 2023 sei ein notwendiger Schritt, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. 

Weniger Bürokratie durch höhere Werbungskostenpauschale 

Das Reformpaket beinhaltet außerdem eine Erhöhung der Werbungskostenpauschale von 132 Euro auf 300 Euro pro Jahr. Laut dem Finanzminister käme es dadurch zu einem Bürokratieabbau, weil  sich 60.000 Personen die Steuererklärung ersparen. 

Sparen im System 

Gegenfinanziert wird die Entlastungsoffensive hauptsächlich durch Budgetüberschüsse und Sparsamkeit. „Das führt dazu, dass diese Steuerreform eine ehrliche ist. Wir machen keine neuen Schulden, denn die Schulden von heute sind Belastungen für unsere Kinde und Kindeskinder“, so Löger abschließend.