15.04.2019

Mehr Geld für Erasmus-Studenten

60 Euro mehr pro Monat sollen Studenten künftig erhalten, wenn sie das Erasmus-Programm der Europäischen Union, „Erasmus+“, nutzen. Diese Neuerung präsentierte Wissenschaftsminister Heinz Faßmann heute im Rahmen einer Pressekonferenz mit dem Geschäftsführer des Österreichischen Austauschdienstes (OeAD-GmbH) Jakob Calice. Außerdem neu: Die „Beihilfe für ein Auslandsstudium“. Diese soll es für all jene geben, die bereits Studienbeihilfe beziehen. Damit soll es auch diesen Studierenden möglich werden, ein Auslandssemester im EU-Ausland zu absolvieren.

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Erasmus-Studierende (c) BMBWF/Martin Lusser

Finanzielle Hürden abbauen

„Auslandserfahrungen zu ermöglichen ist eine wichtige Maßnahme zur Förderung junger Talente unseres Landes“, so Bundesminister Heinz Faßmann bei einer Pressekonferenz zum Thema „Mehr Geld für Erasmus-Studierende“ am Montag. „Mit dieser Maßnahme steigern wir die Anreize für alle, den Schritt ins Ausland zu wagen und bauen überdies die finanziellen Hürden für Studienbeihilfenbezieher ab“, so Faßmann weiter. Erreichen will man das, indem die Erasmus-Zuschüsse um 60 Euro pro Monat erhöht werden.

Neue Förderung für Studienbeihilfebezieher

Außerdem soll es künftig eine zusätzliche Förderung für Studenten geben, die bereits Studienbeihilfe beziehen. Diese Gruppe ist laut Statistik unter jenen, die bereits einen Auslandsaufenthalt absolviert haben, mit rund 16 Prozent stark unterrepräsentiert und soll nun mit der „Beihilfe für ein Auslandsstudium“ speziell gefördert werden. Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, dass alle Menschen den gleichen Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung bekommen, erklärt Faßmann. Geht es nach der „Nationalen Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung“ des Wissenschaftsministeriums, sollen bis 2025 30 Prozent der jährlichen Hochschulabsolventen einen Auslandsaufenthalt absolviert haben.

Österreichs Studierende würden das Austauschprogramm der Europäischen Union „Erasmus+“ bereits jetzt schon intensiv nutzen, ergänzt Jakob Calice, Geschäftsführer der OeAD-GmbH, die für die Koordination von Erasmus+ zuständig ist. „Wir können die zusätzlichen Mittel der europäischen Union nun direkt an die Studierenden weitergeben“, so Calice.

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