17.01.2019

Sofortiger Schutz und Hilfe bei Gewalt gegen Frauen

Die Gewalt gegen Frauen nahm in den letzten Jahren immer mehr zu. Die Regierung präsentierte daher ihre Maßnahmen für den Schutz von Frauen und der Täterarbeit.

+++ Platzhalter für Share-Buttons +++

„Wir haben bereits im Laufe des letzten Jahres eine Evaluierung durchgeführt, was es braucht, damit sich Frauen in Österreich wieder sicher fühlen. Dabei geht es um zwei Aspekte: Die schnelle Hilfe von Betroffenen und mehr in Prävention zu investieren“ so Bundesministerin Bogner-Strauß.

Konkret wurden vier Aspekte für mehr und schnellere Hilfe für betroffene Frauen präsentiert: 

  • Einführung einer dreistelligen Nummer für Soforthilfe und Beratungsmöglichkeiten
  • Mehr Übergangswohnungen, für die Zeit nach dem Aufenthalt in einem Frauenhaus
  • Bundesländer übergreifende Plätze in Frauenhäusern, bei besonders großer Gefährdung
  • Bundesweite und flächendeckende Beratungsstellen für sexuelle Gewalt

Im Bereich der Prävention wird das höchste Budget, dass jemals für den Schutz von Frauen ausgegeben wurde, für das Jahr 2019 aufgestellt. Insgesamt wird mehr als die Hälfte des gesamten Budgets im Ministerium dafür aufgewendet. Weiters wird es im neuen Ethikunterricht ein eigenes Themengebiet zur Aufklärung geben.

Hilfe bei Gewalt gegen Frauen (c) BKA

Maßnahmen im Strafrecht
„Wir müssen dem, durch die Flüchtlingsströme importierten Frauenbild, entschieden entgegentreten. Die Screeninggruppe wird sich die Morde genau ansehen und die Gründe und das Profil der Täter genau untersuchen“ verspricht Staatssekretärin Edtstadler.

Die Taskforce Strafrecht hat sich im letzten Jahr intensiv mit härteren Strafen für Täter und die stärkere Täterarbeit beschäftigt. Eine erste Maßnahme ist der Datenaustausch zwischen den Behörden. Datenschutz darf aus Sicht der Volkspartei kein Täterschutz sein. Dies betrifft besonders die Aufnahmen von forensischen Daten und Auffälligkeiten in der Vergangenheit. Die Polizei muss, um sich ein Bild des Täters und der Gefahr machen zu können, Zugang zu allen Daten bekommen. In der Prävention soll durch gezielte Gewalttrainings bereits im Vorfeld so schlimmeres verhindert werden. Den Tätern soll bewusst werden, welches Gewaltpotential sie haben. 

In Zukunft wird bereits bei den ersten Anzeichen von Gewalt eine Bannmeile von 50 Metern zwischen Opfer und Täter errichtet. 
Staatssekretärin Edtstadler betont abschließend: „Wenn wir Frauen ermutigen wollen, dass sie sich melden, muss es bei Taten auch zu einer Verurteilung kommen.“

Es ist ein Fehler aufgetreten.