13.12.2018

Verfolgte Christen: Bundesregierung stärkt Hilfe vor Ort

Weltweit werden rund 200 Millionen Christen verfolgt. Die Bundesregierung stellt eine Million Euro zur Verfügung. 

Patriarchengipfel im Bundeskanzleramt (c) BKA

+++ Platzhalter für Share-Buttons +++

Christen sind weltweit die am stärksten verfolgte religiöse Gruppe. Viele werden diskriminiert, gewaltsam unterdrückt und ermordet, vor allem im Nahen Osten. Die Bundesregierung sieht sich daher in der Verantwortung, den bedrohten Christen mit gezielter Hilfe beizustehen. Zuletzt traf sich deshalb Bundeskanzler Sebastian Kurz mit dem chaldäisch-katholischen Kardinal-Patriarchen Louis Raphael Sako, dem syrisch-orthodoxen Patriarchen Ignatius Aphrem II. und dem syrisch-katholischen Patriarchen Ignatius Yousef III. Younan. Dabei wurde die Situation der Christen im Irak, in Syrien und im Libanon sowie mögliche Hilfsprojekte besprochen. Die österreichische Regierung beschloss in weiterer Folge, verfolgte Christen im Nahen Osten mit einer Million Euro zu unterstützen. Dies verkündete der Bundeskanzler im Zuge des Ministerrates in der zweiten Adventwoche.

Kurz: Fokus auf Wiederaufbau von Bildungseinrichtungen und Schutz vor Gewalt 

„Unsere Religionsfreiheit ist ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. In anderen Teilen der Welt gilt dieser Grundsatz nicht und darunter leiden vor allem Christen im Nahen Osten. Österreich unterstützt daher die dort bedrohte christliche Minderheit, welche endlich bessere Zukunftsperspektiven vor Ort braucht.“

- Sebastian Kurz, Bundeskanzler

Die Zahlung der Regierung wird über die Österreichische Bischofskonferenz abgewickelt, welche gemeinsam mit den Kirchen und Hilfsorganisationen vor Ort tätig ist. Der Fokus der Unterstützung liegt dabei vor allem auf dem Wiederaufbau von Bildungseinrichtungen sowie dem Schutz vor Gewalt.

Fall Asia Bibi sorgte international für Aufsehen 

Asia Bibi, eine Christin aus Pakistan, hat sieben Jahre wegen angeblicher Beleidigung des Propheten in einer Todeszelle verbracht. Die Regierung bietet Asia Bibi bei Bedarf Hilfe und Unterstützung an. Um Fälle wie diese in Zukunft zu verhindern, soll die Rolle des EU-Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit gestärkt und ausgebaut werden.

Es ist ein Fehler aufgetreten.