"In Würde altern können"

Volkspartei präsentiert Pflegekonzept mit 7 Punkten für eine „nachhaltige und sichere Lösung der Pflegefrage“. 

„Wir haben in Österreich mittlerweile 461.000 pflegebedürftige Menschen und über 1 Mio. Angehörige, die im Bereich der Pflege tätig sind. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung geworden, in einem Ausmaß wie es vor einigen Jahrzehnten noch nicht war“, sagt Bundesparteiobmann Sebastian Kurz bei der Pressekonferenz am frühen Montagvormittag. Er habe auch selbst erlebt, als seine Oma pflegebedürftig wurde, „was das als Umstellung für die gesamte Familie bedeutet“, so Kurz. Mit 7 großen Punkten, wie einer „Pflege daheim“-Garantie, einem „One-Stop-Shop“ und nicht zuletzt der Einführung der Pflegeversicherung solle ein „Altern in Würde“ ermöglicht werden. 

Pflegekonzept (c) Volkspartei

Nachhaltige Finanzierung

Das Konzept der Sozialversicherung mit den derzeitigen Bereichen Krankheit, Pension, Unfall und Arbeitslosigkeit wird laut Volksparteiplan um die Säule „Pflege“ erweitert. „Wir möchten, dass das Lebensrisiko Pflege, von der Sozialversicherung abgedeckt wird und es genauso anerkannt wird, wie die Krankheit, die Pension, die Arbeitslosigkeit oder der Unfall. Denn niemand kann etwas dafür, wenn er pflegebedürftig wird“, so Sebastian Kurz bei der Präsentation. Das Volkspartei-Konzept sieht vor, dass die freiwerdenden Mittel, aufgrund der rückläufigen Zahl der Arbeitsunfälle in Zukunft für die Pflege eingesetzt werden.

Mehr Pflegepersonal und bessere Ausbildung

Die steigende Zahl an pflegebedürftigen Menschen fordert auch mehr Pflegepersonal. Dieses muss die beste Ausbildung erhalten, betont Seniorenbundobfrau Ingrid Korosec: „Wir brauchen Pflegekräfte mit guter Ausbildung. Wir können uns vorstellen, dass es eine Lehre der Pflege gibt. Es gibt genügend Jugendliche, die in diesem Bereich tätig werden möchten, aber derzeit 2 Jahre warten müssen. In dieser Zeit schlagen sie einen anderen Berufsweg ein.“
 

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