23.01.2018

Jobbörse: Regierung schafft Jobangebote für 1.100 Asylberechtigte

Die Bundesregierung hat am Mittwoch die erste Jobmesse speziell für Asylwerber gestaltet. Ziel soll sein,  möglichst viele Asylberechtigte auf dem Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Kurz_Jobbörse (c) BKA

„Das Wichtigste ist, dass wir hier jeden Einzelnen sehen, und jeder Einzelne, den wir vermitteln können, ist ein Erfolg“, erläuterte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck die Hintergründe der Veranstaltung. Mit dem Event – speziell für Asylberechtigte – unternimmt die Bundesregierung eine weitere Maßnahme, um möglichst viele Menschen durch Jobvermittlung aus staatlicher Abhängigkeit zu bringen. 

In Österreich gäbe es derzeit rund 10.000 arbeitslose Asylberechtigte unter 25 Jahren, gleichzeitig 12.000 offene Lehrstellen. Ziel sei es, die Chancen dieser günstigen Arbeitsmarktlage zu nutzen und möglichst vielen Asylberechtigten zu ermöglichen, sich durch Erwerbstätigkeit sinnvoll in die  Gesellschaft zu integrieren. „Es ist Aufgabe der Politik, mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen und unsere Wirtschaft zu stärken“, so Bundeskanzler Sebastian Kurz, der ebenso vor Ort war.  

Laut Schramböck gäbe es gerade bei den Asylberechtigten noch viel Potential, das ausgeschöpft werden müsse, um einer schlechten Wirtschaftsentwicklung entgegenzuwirken. „Das ist nicht nur eine Frage der Integration, sondern der Vorsorge: Wenn wir bei einem Wirtschaftswachstum von knapp zwei Prozent die Arbeitslosigkeit nicht reduzieren, dann bekommen wir bei schlechterer Wirtschaftsentwicklung ein großes Problem.“

Konkret sollen durch die Jobbörse, bei der neben Schramböck und Kurz auch Sozialministerin Beate Hartinger-Klein vor Ort war, über den Tag verteilt rund 1.100 Asylberechtigte mit Firmen vernetzt werden. Mit im Boot sind unter anderem das Arbeitsmarktservice (AMS), Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und einige österreichweit tätige Unternehmen.