04.02.2019

Jugendvertrauensräte: Bundesregierung verständigt sich auf Beibehaltung 

Entgegen der im Regierungsprogramm vorgesehenen Abschaffung der Jugendvertrauensräte, hat sich die türkis-blaue Koalition auf deren Beibehaltung geeinigt. 

Wöginger, Kurz, Strache, Hartinger-Klein (c) ÖVP

„Wir haben uns mit dem Koalitionspartner auf ein Weiterbestehen verständigen können“, so Volkspartei-Klubobmann und ÖAAB-Bundesobmann August Wöginger. Die Jugendvertrauensräte sind das Lehrlings-Pendent zum Betriebsrat. Ihre Abschaffung war ursprünglich im Regierungsprogramm vorgesehen. Stattdessen sollte das aktive Wahlrecht zum Betriebsrat von 18 auf 16 Jahre gesenkt werden.

"Jugendvertrauensrat als Schnittstelle zwischen Lehrlingen und Betriebsleitung"

„Die Wahlalterssenkung ist nach wie vor vorgesehen, gleichzeitig bleiben die Jugendvertrauensräte aber bestehen“, so Wöginger. Der Jugendvertrauensrat sei "eine wichtige Schnittstelle zwischen den im Betrieb beschäftigten Lehrlingen und der Betriebsleitung" und habe in Österreich seit Anfang der 70er-Jahre Tradition, bekräftigte der ÖAAB-Bundesobmann. Auch Sozialministerin Beate Hartinger-Klein zeigte sich zufrieden, dass Jugendlichen nach wie vor eine betriebliche Anlaufstelle zur Verfügung steht. 

Garantie einer gesetzlich geregelten Vertretung 

Der Vorstoß der Beibehaltung der Jugendanlaufstelle stieß über Parteigrenzen hinweg auf Zustimmung. Am Montag drückte Volkspartei-Jugendsprecherin Claudia Plakolm ihre Freude über den Regierungsentscheid aus. „Mit dem Jugendvertrauensrat garantieren wir den Jugendlichen eine gesetzlich geregelte Vertretung und Ansprechperson ab ihrem ersten Tag im Betrieb“, so Plakolm, die auch die "gute Zusammenarbeit mit der FCG-Jugend" hervorhob. Ebenso lobte FCG-Jugend-Bundesvorsitzender Thomas Rack, die Beibehaltung des Jugendvertrauensrates, welche insbesondere "das Ergebnis zahlreicher intensiver Gespräche der Jungen Christgewerkschaft mit allen Beteiligten ist".