22.02.2019
 

Karas im TREND-Interview:

„Will Europa zum Technologieführer der Welt machen“

Volkspartei-Spitzenkandidat Othmar Karas sprach mit dem „TREND“ über wirtschaftspolitische Fragen und Potenziale der EU. Der gemeinsame Binnenmarkt ist für ihn eine wesentliche Grundsäule der Europäischen Union. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit soll daher auch in Zukunft weiter ausgebaut werden, so Karas. 

Othmar Karas (c) Volkspartei / Glaser

„Die Idee Europa ist das Übergeordnete und das heißt: Aufeinander Rücksicht nehmen, Verständnis füreinander erzeugen. Miteinander reden. Die Wirtschaft ist dazu ein wesentliches Vehikel. Sie war ja einst auch das Instrument zur Einigung“, so Karas im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin TREND. 

Enormes Potential
Er sieht dabei vor allem im Technologiebereich ein enormes Potenzial, um gegen die USA, China und Russland im Wettbewerb bestehen zu können. „Der Bundeskanzler selbst hat in Davos ja gefragt, warum wir in Europa nicht schon längst eine recycelbare Batterie bauen. Eine Verdopplung der Forschungsausgaben wäre das große Ziel. Wir müssen weltweiter Technologieführer in der Frage Klimaschutz und Energie werden. In dieser Nische könnten wir sehr viel bewegen“, hält Karas fest. Außerdem sei es entscheidend, die Europäische Union weiterzuentwickeln, um weiter als Wirtschaftsstandort und Global Player eine Rolle zu spielen. Daher kämpft er für eine noch engere Verflechtung des gemeinsamen Wirtschaftsraumes. 

Mangelnde Zusammenarbeit im Kampf gegen Steuerflucht
Karas betont auch, dass die fehlende Zusammenarbeit in verschiedensten Bereichen „Kosten verursacht“. „Das sind pro Jahr in Summe unvorstellbare 1.751 Milliarden Euro. Allein die immer noch existierenden Beschränkungen der Freiheiten innerhalb des Binnenmarkts machen jährlich 615 Milliarden Euro aus. Die mangelnde Zusammenarbeit im Kampf gegen Steuerflucht und Steuerbetrug kostet uns 169 Milliarden Euro.“, erklärt Karas. Er weist auch auf die Schwäche der EU hin, dass für viele Zukunftsfragen noch keine gemeinschaftsrechtlichen Grundlagen und Mehrheitsentscheidungen vorliegen. „Das führt zu Erpressbarkeit“, so Karas. Eine gemeinsame Digitalsteuer wäre beispielsweise vorgeschlagen, aber vom Rat blockiert worden. 

Das gesamte Interview erscheint im Wirtschaftsmagazin TREND am 22. Februar.