11.12.2018

 

UN-Klimakonferenz: 

Köstinger: „Brauchen jeden Staat, um das Klima zur retten“

Seit einer Woche tagen Vertreter von 195 Staaten der Welt bei der UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice. Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger reiste am Montag an, um im Namen aller EU-Staaten einen Fahrplan für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens auszuverhandeln. 

Köstinger_Interview (c) ÖVP

+++ Platzhalter für Share-Buttons +++

„Wir müssen alles tun, um alle in diesem Abkommen zu halten oder sie wieder ins Boot zu holen“, betonte Köstinger vor Beginn der Verhandlungen. Es würde noch eine „Herkulesarbeit“ werden“, so die Ministerin, „Europa kann aber Vorreiter sein“. Köstinger vertritt gemeinsam mit EU-Kommissar Miguel Canete die EU-Staaten. Ziel sei, „ein Arbeitsprogramm und ein Regelbuch für das Pariser Abkommen zu erarbeiten.“

Regelbuch ausarbeiten

Konkret geht es bei der Umsetzung des Regelbuchs darum, Pläne der einzelnen Staaten zur Einsparung von Triebhausgasen in einem standardisierten Prozess vergleichbar zu machen. Das Regelwerk soll durch ein Konsensprinzip beschlossen werden. „Das könnte sich noch als komplexe und schwierige Aufgabe herausstellen“, so Köstinger, „da es unter den 196 Vertragsparteien keine Gegenstimme geben darf.“

Weg konsequent fortsetzen 

Entsprechend appellierte die Nachhaltigkeitsministerin an alle vertretenen Staaten: "Wir werden von allen Seiten ein erhebliches Maß an Bewegung in den Positionen brauchen, um zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen zu können." Es seien in der ersten Woche der Konferenz bereits einige Fortschritte erzielt worden, dieser Weg müsse konsequent fortgesetzt werden. „Um das Klima zu retten, brauchen wir jeden Staat“, ist sich Köstinger sicher. 

Finanzierung

Ein weiteres zentrales Verhandlungsthema stellt die Finanzierung dar. Es sei bedeutend, auszuloten, wie viel Entwicklungshilfe den Entwicklungsländern nach Ausstieg der USA aus dem Abkommen zugestanden werden könne. Denn eines sei klar: „Wir brauchen alle anderen Staaten der Weltgemeinschaft ebenso, um die globale Klimaerwärmung aufzuhalten", so Köstinger abschließend. 

Es ist ein Fehler aufgetreten.