06.12.2018

Sebastian Kurz in Ostafrika

Wirtschaftskooperationen und humanitäre Hilfe sollen gestärkt werden – Vorbereitungen für großen EU-Afrika-Gipfel in Wien laufen

 

Kanzler Kurz (c) BKA

 

Bundeskanzler Sebastian Kurz besucht im Rahmen einer dreitägigen Reise Äthiopien und Ruanda. In der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba,  in der der Sitz der Afrikanischen Union (AU) liegt, traf Österreichs Regierungschef Kurz auf Äthiopiens Premier Abiy Ahmed. Auf der Agenda standen insbesondere der Ausbau der Handelsbeziehungen, Investitionen und technischer Austausch. Der afrikanische Regierungschef sprach von einem „historischen Besuch“, bezeichnet Österreich als einen der „ältesten Freunde“ Äthiopiens und lobte Kanzler Kurz unter anderem als „großen Visionär“.

Kurz: „Europa als Partner und Unterstützer“

„Eine enge Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern ist wichtig, um die Lebensbedingungen vor Ort und damit die humanitäre Situation zu verbessern, womit auch aktiv Flucht- und Migrationsursachen bekämpft werden. Insbesondere sind mehr Investitionen notwendig, um die Lebensbedingungen zu verbessern und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Hier muss Europa Partner und Unterstützer sein“, erklärt Bundeskanzler Sebastian Kurz. Aufgrund der Entwicklungssituation und anhaltenden flüchtlings- und klimabedingten Krisen unterstützte Österreich Ostafrika über die ADA mit 61,5 Millionen Euro in den letzten 10 Jahren. Äthiopien gilt als zweitgrößtes Flüchtlingsaufnahmeland Afrikas. 2019 werden weitere 7,5 Millionen Euro in die Region fließen, insbesondere nach Äthiopien – einem Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) seit 1992. Als nächstes stand das 12-Millionen-Einwohnerland Ruanda auf dem Programm, dessen Präsident Paul Kagame derzeit auch Vorsitzender der Afrikanischen Union (AU) ist. 

Treffen mit Kagame und Besuch der Somali-Region

Ein wichtiger Schwerpunkt der Afrika-Reise von Bundeskanzler Kurz ist auch die Intensivierung der wirtschaftlichen Beziehungen. "Wir haben natürlich eine Verantwortung gegenüber Afrika und aus unserer christlich-sozialen Verantwortung heraus auch den Wunsch, alles zu tun, um die Lebensbedingungen in Afrika zu verbessern", so Kurz, der auch festhielt, dass wirtschaftliche Entwicklung die "wahrscheinlich nachhaltigste Form" der Entwicklungszusammenarbeit sei. Nicht zuletzt deshalb traf der Bundeskanzler am Freitag den ruandischen Präsidenten Paul Kagame, der auch zum großen EU-Afrika-Gipfel am 18. Dezember in Wien eingeladen ist. Samstags besucht Sebastian Kurz noch die äthiopische Somali-Region, wo mehr als 1 Millionen Vertriebene leben. Er kündigte in diesem Zusammenhang eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Krisenregion an sowie zusätzliche 1,5 Millionen Euro für das Word-Food-Programme.

EU-Afrika-Gipfel soll bessere Perspektiven schaffen

Die Afrika-Reise dient auch der Vorbereitung des großen EU-Afrika-Gipfels in Wien, welcher am 17. und 18. Dezember stattfindet. Dabei wird es vor allem um bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für mehr Investitionen in Afrika gehen, mit dem Fokus auf Innovation und Digitalisierung. Zentrales Ziel wird es ein, eine neue Partnerschaft zwischen Europa und Afrika zu etablieren und der afrikanischen Bevölkerung bessere Perspektiven in ihrer Heimat zu bieten. 

Hier geht es zu weiteren Fotos des Afrika-Besuchs.

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