17.02.2019

Bekenntnis gegen Atomwaffen:

Historischer Kurz-Besuch in Hiroshima

Eine österreichische Delegation, angeführt von Bundeskanzler Sebastian Kurz, reiste nach Ostasien. Nach Treffen mit Südkoreas und Japans Polit-Spitze stand auch ein Besuch Hiroshimas am Programm, wo der Kanzler ein Bekenntnis gegen Atomwaffen ablegte.

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Kurz in Japan (c) BKA/Tatic

Am Samstag setzte Bundeskanzler Sebastian Kurz seine Ostasien-Reise mit einem Besuch in der japanischen Stadt Hiroshima fort. Diese wurde 1945 Ziel eines Atombombenabwurfes der USA, bei dem Hunderttausende ums Leben kamen. Kurz ist der erste Bundeskanzler der Republik Österreich, der zu einem offiziellen Besuch in Hiroshima geladen war. Im Rahmen dieses historischen Ereignisses legte der Kanzler einen Kranz zum Gedenken nieder und gab ein klares Bekenntnis gegen Atomwaffen ab. „Es ist bedrückend, hier zu sein. Aber es zeigt auch, wie wichtig es ist, sich gemeinsam für eine atomwaffenfreie Welt einzusetzen“, so Kurz.


150 Jahre diplomatische Beziehungen
Vor der Abreise zurück nach Österreich feierte Kurz noch gemeinsam mit Vertretern Japans das 150-jährige Jubiläum des diplomatischen Austausches zwischen Japan und Österreich. Sogar ein Streicher-Quartett der Wiener Philharmoniker war vor Ort, um den Empfang gebührlich musikalisch zu untermalen. Japan ist nach China der zweitgrößte Absatzmarkt für österreichische Exportgüter in Asien. Erst im Februar dieses Jahres trat das Handelsabkommen zwischen Europäischer Union und Japan (JEFTA) in Kraft. Darin wurden Handelsbarrieren praktisch vollständig beseitigt.


Treffen mit japanischem Kronprinzen am Freitag
In der Hauptstadt Tokio traf Kurz am bereits Freitag den zukünftigen Kaiser, Kronprinz Naruhito sowie Premierminister Shinzo Abe. Der Austausch zu den Themen Wissenschaft und Technologie, aber auch die Pflege wirtschaftlicher Beziehungen, standen im Mittelpunkt. Begleitet wurde der Kanzler von VP-Wissenschaftsminister Faßmann und Technologieminister Hofer.


Reise startete in Südkorea
Die große Ostasien-Reise begann am Donnerstag in Südkorea: In Seoul nahm Kurz auf Einladung des früheren UNO-Generalsekretärs Ban Ki-moon an der Eröffnung eines Forums zum Thema Nachhaltige Entwicklung teil. Später traf er Südkoreas Politspitze, um das Thema Nordkorea zu besprechen. Kurz sicherte dabei Südkoreas Präsident Moon Jae-in und Premier Lee-Nak-yeon volle Unterstützung für deren Nordkorea-Politik zu: „Um das Ziel einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel zu erreichen, ist eine solche Unterstützung insbesondere in der UNO möglich“, sagte der österreichische Bundeskanzler. Pikant: Kim Jong-un, der Diktator des Nachbarstaats von Südkorea, trifft am 27. Februar in Hanoi mit US-Präsident Donald Trump zusammen –  exakt eine Woche nach dem Besuch von Sebastian Kurz bei Trump.


Kurz in Südkorea (c) BKA/Arno Melicharek

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