30.03.2020

Maßnahmen zum Coronavirus.

Aktueller Stand.

 

Die Bundesregierung trifft alle Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich einzudämmen. Zurzeit gibt es nur drei Gründe, das Haus zu verlassen:

  • 1. um zur Arbeit zu gehen, wenn das notwendig ist (z. B. in Bereichen, die die Versorgung in unserem Land gewährleisten)
  • 2. dringende notwendige Besorgungen (z. B. Lebensmittel oder der Gang zur Apotheke)
  • 3. anderen Menschen helfen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind

 

Maßnahmen zum Coronavirus in Österreich:

 

  • Veranstaltungen werden gänzlich untersagt: An keinem Ort sollen sich mehr als fünf Menschen treffen.
  • Ausrufung eines außerordentlichen Zivildienstes für Freiwillige, Verlängerung des Zivildienstes & Mobilisierung neuer Zivildiener als Unterstützung bei Engpässen im Gesundheitsbereich, wie in der Krankenversorgung & Pflege
  • Erstmalige Einberufung der Miliz zur Unterstützung bei sicherheitspolizeilichen Einsätzen
  • Vermittlung von Arbeitskräften für die Lebensmittelversorgung & Logistik: Aufgrund des steigenden Bedarfs an Arbeitskräften sollen vor allem Arbeitssuchende in diesen Bereichen vermittelt werden. Zusätzlich können über die Plattform www.dielebensmittelhelfer.at Personen in landwirtschaftlichen & verarbeitenden Betrieben unterstützen
  • Ab 13.3.: Paznauntal & St. Anton am Arlberg & Heiligenblut werden unter Quarantäne gestellt
  • Ab 16.3.: Restaurants, Bars & Cafés vollständig geschlossen
  • Geschäfte werden geschlossen bleiben, außer: Lebensmittelhandel, Apotheken, Banken, Tierhandel, Drogerie, Post und Bereiche, die es zur Versorgung braucht
  • Verschiebung der Gemeinderatswahlen in der Steiermark & in Vorarlberg

 

Die Bundesregierung hat im Gespräch mit Vertretern der kritischen Infrastruktur und notwendiger Einrichtungen des täglichen Bedarfs sichergestellt, dass das Leben in unserem Land weitergehen kann.

 

 

Maßnahmen in der Bildung:

 

  • Einstellung des Lehrbetriebs an Universitäten und Fachhochschulen
  • Ab 16.3.: Für Schülerinnen & Schüler ab der 9. Schulstufe kein Unterricht, sondern Distance Learning & Bereitstellung von Lerninhalten & Lernmaterial
  • Ab 18.3.: Für Schülerinnen & Schüler bis zur 8. Schulstufe keine vollständige Schließung, aber sofern Kinder zuhause bleiben können, sollen sie von daheim betreut werden. Falls dies nicht möglich ist, dürfen sie in die Schule kommen. Dieses Vorgehen wird sowohl an Schulen als auch an Kindergärten stattfinden.
  • Matura in der Woche ab dem 18. Mai, sofern sich keine anderen Entwicklungen in der Ausbreitung des Virus abzeichnen
  • Vorlaufzeit für Maturantinnen & Maturanten von ca. 2 Wochen, um die letzte Klasse abschließen zu können
  • Beurteilung der VWA auf Basis der schriftlichen Abgabe - Präsentation nur in Ausnahmefällen

 

Maßnahmen im Umgang mit anderen Ländern:

 

  • Einreisestopp für Menschen aus Italien ohne ärztliches Attest- Rückholung von Österreicherinnen & Österreichern, die sich in Italien befinden, mit anschließend 14-tägiger häuslicher Isolation
  • Ab 16.3.: Keine Flugverbindungen zu Spanien, Frankreich, der Schweiz, Großbritannien, den Niederlanden, Russland & der Ukraine
  • Einführung von Grenzkontrollen zur Schweiz
  • Rückholaktionen von Österreicherinnen & Österreicherinnen, die sich derzeit im Ausland befinden

 

Hilfspaket der Bundesregierung:

 

Die Bundesregierung wird bis zu 38 Milliarden Euro in die Hand nehmen, um Arbeitsplätze in Österreich zu sichern und die Liquidität der Unternehmen zu gewährleisten:

  • 4 Milliarden Euro Soforthilfe in den Bereichen Pflege, Kurzarbeit und davon eine Milliarde für besondere Härtefälle für jene Untrnehmen, die am stärksten von der Corona-Krise betroffen sind (z. B. EPUs, Kleinstbetriebe, Neue Selbständige, freie Dienstnehmer & die Landwirtschaft)
  • 9 Milliarden Euro für Garantien & Haftungen zur Kreditsicherung
  • 15 Milliarden Euro für Notfallhilfe für Branchen, die besonders hart getroffen werden
  • 10 Milliarden Euro für Steuerstundungen

Ziel ist es, alles zu tun, damit unsere heimischen Betriebe – insbesondere Familienunternehmen und kleinere & mittlere Betriebe – gut durch die Krise kommen, damit möglichst viele Menschen ihren Arbeitsplatz behalten.

 

Wichtig im Umgang mit Fake News: Derzeit sind viele Fake News über Ausgangssperren im Umlauf, die verharmlosen und Panik erzeugen sollen. Deshalb bitte nur offiziellen Informationen vertrauen und diese verbreiten. Die Bundesregierung nimmt die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst und informiert laufend über die aktuelle Lage und Maßnahmen.

 

Jede und jeder einzelne kann einen Beitrag leisten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das bedeutet für uns alle eine Reduktion der sozialen Kontakte und eine Umstellung. Wichtig ist aber hier, vor allem jene Menschen zu schützen, die besonders gefährdet sind, wie ältere Menschen.