07.03.2019

Politischer Aschermittwoch in Kärnten: "Veränderung hat begonnen"

Am Mittwoch lud die Kärntner Volkspartei  zu ihrem „Politischen Aschermittwoch“ in die Messehalle Klagenfurt. Unter dem Motto „Let’s get ready for Europe“ stimmte sie sich gemeinsam mit 1.300 Besuchern auf die EU-Wahl ein. 

Klitschko_Kurz (c) ÖVP

"Wir haben nach 60 Jahren heuer das erste Mal kein Defizit sondern einen Budgetüberschuss zustande bekommen", betonte Bundeskanzler Sebastian Kurz, der als Hauptredner der Veranstaltung über die bisherige Regierungstätigkeit bilanzierte. Laut Kurz sei es gelungen erste Schritte bei der Umsetzung von Versprechen in den Bereichen Schuldenabbau und Steuerentlastung zu gehen. "Es ist
uns gelungen, dass die Veränderung begonnen hat. Aber gleichzeitig haben wir noch viel vor“, so Kurz. 

"Europa des Miteinanders"

Vor dem Hintergrund des Mottos der Veranstaltung, das ganz im Zeichen der im Mai bevorstehenden EU-Wahl stand, war auch Volkspartei-Spitzenkandidat Othmar Karas als Redner geladen. Laut Karas sei es essentiell, das „Miteinander in Europa“ wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Dieses sei derzeit gefährdeter denn je. „Mit Lügen löst man keine Probleme. Das Miteinander ist Antwort auf Populisten, Nationalisten und Egoisten“, so Karas. 

Klitschko als Gast

Als internationaler Stargast des Abends war der ukrainische Politiker und Ex-Boxchampion Vitali Klitschko geladen.  Mit Blick auf seine von Krisen gebeutelte Heimat, beschwor er, wie wichtig es sei, europäische Werte hochzuhalten. Für seine Partei sei Europa weiterhin die Richtung, in die es gehen soll. Sanktionen gegen die "russische Aggression" seien bedeutend für die Stabilität und ein selbstbewusstes Auftreten der EU nach außen. 

"Unsere Verantwortung andere zu unterstützen"

Daran schloss Kurz mit einem Plädoyer an, sich dankbar über die Dinge zu erweisen, die hierzulande als selbstverständlich hingenommen werden. Oft würden die wirklich wichtigen Dinge im Leben aus dem Blick geraten. Frieden, Sicherheit und Wohlstand seien in anderen Ländern „überhaupt nicht selbstverständlich“.  „Deshalb ist es in unserer Verantwortung, andere zu unterstützen, in der Ukraine und anderswo in der Welt, die dieses Glück nicht haben“, so Kurz abschließend.