05.12.2018

Reform der Rot-Weiß-Rot-Card:
"Auf Bedürfnisse der Wirtschaft reagieren“

Die Bundesregierung hat sich beim Ministerrat am Mittwoch auf eine Reform der Rot-Weiß-Rot-Card verständigt. Zusätzlich wurde eine Regionalisierung der Mangelberufsliste beschlossen, mit dem Ziel bedarfsorientiert auf den Fachkräftebedarf eingehen zu können. 

Schramböck (c) BKA

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Konkretes Ziel der Reform der Rot-Weiß-Rot-Card und der Regionalisierung der Mangelberufsliste ist, ausländischen Arbeitnehmern, die über gefragte Qualifikationen verfügen, den Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. „Wenn man hier in Österreich niemanden findet, muss es möglich sein, dass die Betriebe gezielt Fachkräfte ansprechen“, begründet Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Margarete Schramböck die Reformmaßnahme. 

Bei der Mangelliste wird künftig unterschieden zwischen einer Bundesliste und 9 verschiedenen lokalen Listen, die auf die regionalen Bedürfnisse eingeht. Die Mangelliste wurde bundeslandspezifisch, je nach Bedarf an Berufsbranchen erstellt. "Die Anforderungen der Wirtschaft sind nicht überall gleich und wir können nicht zulassen, dass Wien das Bild verfälscht und den Bedarf für alle Bundesländer definiert", so Schramböck. 

Um dem Anspruch gerecht zu werden, mehr Schlüsselkräfte ins Land zu holen, werden die Qualifikationsvoraussetzungen für die in Frage kommenden Arbeitskräfte gelockert und das System der Rot-Weiß-Rot-Card entbürokratisiert. Waren für Unter-30-Jährige bisher 2.565 Euro gefordert, sind es ab kommendem Jahr nur noch 2.052. Bei den Über-30-Jährigen wird die geforderte Gehaltssumme von 3.078 auf 2.565 Euro gesenkt. „Damit orientieren wir uns an den Bedürfnissen der Wirtschaft und unterstützen heimische Betriebe“, zeigt sich Schramböck überzeugt. 

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