05.12.2018

Regierung beschließt Reformkonzept zur Pflege 

Die Bundesregierung setzte im heutigen Ministerrat den Startschuss für einen „Masterplan Pflege“. Der Schwerpunkt liegt auf der langfristigen Absicherung des österreichischen Pflegesystems. Ziel sei, noch im ersten Halbjahr 2019 einen Plan zur Generallösung der Pflege vorzulegen. 

Kurz Strache (c) oevp

+++ Platzhalter für Share-Buttons +++

„Es ist der Startschuss für eine nachhaltige Reform im Pflegeberiech“, betonte Bundeskanzler Sebastian Kurz im Pressefoyer nach der Ministerratssitzung. „Der Masterplan zeigt unsere inhaltliche Zielsetzung, nämlich das Ziel, dass eine würdevolle Pflege für ältere Menschen möglich sein muss.“ Konkret geht es bei dem Reformplan um die Schaffung  einer Basis für ein effizientes und nachhaltiges Pflegesystem. Vor diesem Hintergrund sei es notwendig das bestehende Pflegesystem „im Dialog mit Experten, Ländern und Gemeinden“ weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Pflegekonzept in fünf Säulen 

Der Masterplan ist auf die fünf Säulen – pflegende Angehörige, Pflegepersonal, Steuerung & Organisation, sowie Finanzierung und Digitalisierung – aufgebaut. Unter anderem sieht die Regierung eine Erhöhung des Pflegegeldes ab der Stufe 4 vor und plant weitere Schritte zur Umsetzung der Demenzstrategie. 

Der Masterplan der Regierung im Detail: 

Pflegende Angehörige 

  • Zur Entlastung Angehöriger sollen Pflegebedingungen erleichtert werden. Das schließt unter anderem die Weiterentwicklung der
  • Pflegekarenz und des Pflegekarenzgeldes ein. 

Pflegepersonal

  • Schwerpunkt soll auf eine bessere Ausbildung und Bezahlung des Pflegepersonals gelegt werden. 
  • Im Zuge einer Imagekampagne soll der Pflegeberuf attraktiviert und Pflegeengpässe bekämpft werden. 

Steuerung und Organisation 

  • Mobile und stationäre Pflege soll bedarfsorientiert gestaltet werden. 
  • Bei diesem Teilbereich geht  es unter anderem um die Sicherstellung einheitlicher Qualitätsstandards bei der 24-Stunden-Betreuung zuhause und die Prüfung von Teilbarkeit von 24-Stunden-Betreuungsverhältnissen. 

Finanzierung

  • Diese soll langfristig abgesichert werden. 

Digitalisierung

  • Fokus auf  die Entwicklung und verstärkte Förderung von Assistenzsystemen, die die Lebensqualität Pflegebedürftiger erhöhen können. 
  • Zusätzlich wird eine Pflegeinformationsplattform im Netz geschaffen. 

 

Laut Kurz sei bereits eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe für die rasche Umsetzung des Reformplans geschaffen worden sein. Anfang 2019 haben Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer parlamentarischen Enquete die Möglichkeit, ihre Anliegen zum Thema Pflege in den Gesetzgebungsprozess einzubringen. Ende 2019 soll ein fertiges Konzept stehen.
 

 

Ich bin dabei!
Es ist ein Fehler aufgetreten.