18.07.2019

Teiltauglichkeit soll in Zukunft möglich sein

Neues Modell nach Vorbild Schweiz soll Bundesheer und Zivildienst stärken. 

„Zivil- in Grundwehrdiener erfüllen wichtige Aufgaben, sei es in der Altenpflege oder im Rettungsdienst oder im Katastrophen- und Grenzschutz. Dem Umstand, dass immer weniger Jugendliche für diese Dienste zur Verfügung stehen, muss entgegengewirkt werden“, so Karl Nehammer, Generalsekretär der Volkspartei. Er spielt damit auf die sinkende Geburtenrate an und die Ausgangslage, dass aus dem Geburtsjahrgang 2000 nicht einmal 75 Prozent aller stellungspflichtigen Österreicher tauglich waren.
 

Generalsekretär Karl Nehammer (c) ÖVP

 
Volltauglich und Teiltauglich

„Damit wir unsere Neutralität bewahren und unser gut ausgebautes Sozialsystem erhalten können, brauchen wir auch in Zukunft ausreichend Grundwehr- und Zivildiener. Deswegen brauchen wir eine Reform der Tauglichkeitskriterien, damit jeder seinen Beitrag in unserem System leisten kann“, sagt VP-Klubobmann August Wöginger. Das Konzept der neuen Volkspartei sieht vor, dass es in Zukunft zwei Tauglichkeitsstufen gibt: 

 

  •  „Volltauglich“: Wie bisher uneingeschränkter Einsatz beim Bundesheer und beim Zivildienst.
  •  „Teiltauglich“: Für eine Verwendung im Büro, in der Küche oder einer anderen individuell passenden Tätigkeit.

 

  Das Schweizer Modell

Das Modell der Teiltauglichkeit wird in der Schweiz bereits seit Jahren eingesetzt. Sogenannte „Zivilschützer“ werden dort als Köche, Materialwart oder Bürokraft ausgebildet. Rund 15 Prozent aller Stellungspflichtigen verrichten so ihren Dienst an der Gesellschaft. „Mehr Kräfte für unterstützende, systemerhaltende und administrative Tätigkeiten bedeuten gleichzeitig mehr freie volltaugliche Kräfte für den direkten Schutz der Bevölkerung sowie die Hilfeleistung im Katastrophenfall“, sagt Karl Nehammer abschließend.
 

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