03.12.2018

Umweltschutz: 

Verbot von Plastiksackerln kommt

Am vergangenen Wochenende hat Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger das Vorhaben der Bundesregierung präsentiert, Plastiksackerln im Handel ab 2020 zu verbieten. Die Initiative stößt quer durch alle Parlamentsparteien und Umweltschutzorganisationen auf breite Zustimmung. Das Plastiksackerlverbot soll am Mittwoch im Ministerrat beschlossen werden.

Köstinger_Ministerrat (c) BKA

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Köstinger: „Müssen jetzt handeln“

„Die weltweite Plastikplage ist eines der größten Probleme des 21. Jahrhunderts. Wenn wir unsere Umwelt schützen wollen, müssen wir jetzt handeln“, so Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger. Daher werde Österreich ab 2020 Plastiksackerl verbieten, so die Ministerin weiter. 
Konkret geht es dabei um ein generelles Verbot von Kunststofftragetaschen, die nicht vollständig biologisch abbaubar sind. Damit sollen 5.000 bis 7.000 Tonnen weggeworfene Plastiktascherl pro Jahr vermieden werden. Durch Vereinbarungen mit dem Handel würden in Lebensmittelketten gute Alternativen geboten, so Köstinger. Daher ziehe man mit diesem Verbot einen klaren Schlussstrich für die ohnehin obsoleten Plastiksackerln. 

„Die weltweite Plastikplage ist eines der größten Probleme des 21. Jahrhunderts. Wenn wir unsere Umwelt schützen wollen, müssen wir jetzt handeln“

- Elisabeth Köstinger

Runder Tisch geplant

Die Regierung kündigte zudem einen runden Tisch mit führenden Handelsketten und Branchenvertretern an, um eine bestmögliche gemeinsame Lösung zu finden. Man werde außerdem „die Auswirkungen auf den Einzelhandel, Lieferservices oder auch Würstelstände berücksichtigen“, so die Bundesregierung in einer Aussendung. 

Weitere Maßnahmen folgen

Bundeskanzler Sebastian Kurz stellte am Sonntag klar, dass die Regierung "ein neues Umweltbewusstsein schaffen und dem Trend der Wegwerfgesellschaft entgegenwirken wolle.“ Daher soll eine Reduktion von 20 bis 25 Prozent der Kunststoffverpackungen bis 2025 erfolgen. Dass das Aus für Plastiksackerl also noch lange nicht die letzte Maßnahme der österreichischen Bundesregierung im Bereich des Umweltschutzes war, betonte auch Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger: „Weitere Schritte werden folgen.“

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