Wichtige Schritte für ein besseres Bildungssystem

Die Bundesregierung sorgt für die bestmögliche Balance aus bewährten Regelungen und neuen Maßnahmen

 

Bildungsminister Heinz Faßmann stellte im Ministerrat sein pädagogisches Paket vor. Es wird künftig für eine bestmögliche Balance aus bewährten Regelungen und neuen Maßnahmen sorgen. Nach der Einführung der neuen Deutschklassen, die bereits im Herbst 2018 starten sollen, setzt die Bundesregierung damit bereits den nächsten Schritt, um eine ideale Grundlage für eine positive Zukunft der jungen Generation zu schaffen. „Es ist ein ordentliches und umfassendes Paket. Qualität geht hier vor Geschwindigkeit. Wir werden auch einen Konsultationsprozess starten mit verschiedenen Stakeholdern und Experten, wie Lehrern, Eltern und Wissenschaftlern. Nur akzeptierte Maßnahmen sind gute Maßnahmen“, sagt Bildungsminister Faßmann bei der Pressekonferenz.

Präzisierung der Schulreifekriterien

Derzeit werden Schulreifefeststellungen sehr unterschiedlich gehandhabt. In Zukunft soll ein einheitlicher Katalog österreichweit gleiche Bedingungen schaffen. Bevor Kinder mit der Schule beginnen dürfen, soll unter anderem die Feinmotorik, das zahlenbezogene Vorwissen und die Geschwindigkeit, wie schnell sie vertraute Dinge benennen können, getestet werden. Im Zuge eines Aufnahmegespräches wird künftig die Schulreife festgestellt und Kinder bei Bedarf in einer Vorschule oder in den Deutschklassen auf den regulären Schulbetrieb vorbereitet.

Talentechecks

Bereits jetzt werden teilweise Schüler beispielsweise durch so genannte „informelle Kompetenzmessungstests“ in der dritten Schulstufe auf ihre Talente getestet. Nach der Volksschule der ersten Sekundarstufe werden künftig an allen Schulen verpflichtend neben den Noten auch Talentchecks durchgeführt, um die Grundlage für einen optimalen Bildungs- und Berufsweg zu schaffen. Damit bekommen Lehrer bessere Anhaltspunkte, welche Kompetenzen und Fähigkeiten in der nächsten Schulstufe gestärkt werden sollten.

Verbesserung und Weiterentwicklung der Leistungsbeurteilung

Bildungsminister Hein Faßmann will die Ziffernnoten wieder aufwerten, gleichzeitig aber die alternative Beurteilung zusätzlich beibehalten. Die aus dem Jahr 1974 stammende Leistungsbeurteilung wird zeitgemäß reformiert, dabei werden neue Ziele definiert und für mehr Objektivität gesorgt. Das detaillierte System soll gemeinsam mit Schulpartnern, Experten und der Wissenschaft entwickelt werden und im Schuljahr 2019/2020 starten.

Neue Mittelschule

Innerhalb der neuen Mittelschule soll ein durchgehendes System mit fünf Noten statt des unbeliebten Sieben-Notensystems eingeführt werden. Darüber hinaus werden Entwicklungsgruppen in den Kernfächern ab der 7. Schulstufe eingeführt. Bei einer nun geplanten Weiterentwicklung sollen die Noten und die Leistungsdifferenzierung neu definiert werden. Im Zuge eines breiten Beteiligungsprozesses werden die Details des Pädagogik-Pakets, unter der Einbeziehung von unterschiedlichen betroffenen Gruppen und Fachleuten erfolgen.

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