Sebastian Kurz:

"Zusammenarbeit mit Russland stärken!" 

Am Dienstag empfing Bundeskanzler Sebastian Kurz Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Wien. Für Putin war es die erste bilaterale Reise seit seiner Wiederwahl, Kurz betonte die historisch gewachsene „gute und pragmatische Arbeit“ mit Russland. 

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Kurz und Putin (c) BKA

Russlands Präsident Wladimir Putin weilte am Dienstag neun Stunden in Wien – es war seine erste bilaterale Reise seit seiner Wiederwahl. 

Im Mittelpunkt des Besuchs stand unter anderem ein Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz, bei dem es auch um globale Krisenherde ging: Russland sei eine „Supermacht“, wie Kurz betonte, die eine „starke Verantwortung“ in Friedensbemühungen in der Ostukraine und Syrien trage. Nötige Lösungen müssten am Verhandlungstisch gebracht werden und nicht in kriegerischen Auseinandersetzungen. Die Bundesregierung halte zwar an den EU- Sanktionen gegen Russland fest, zeige sich aber offen gegenüber einer schrittweisen Aufhebung, solange Fortschritte im Ukraine- Friedensprozess gemacht werden würden. "Wir glauben daran, dass eine Win-Win-Situation für beide Seiten besser ist als eine Lose-Lose-Situation“, so Kanzler Kurz.

Offizieller Anlass des Besuchs des russischen Präsidenten war die das 50-Jahr-Jubiläum der Gaslieferungen an Österreich. Die OMV zählt zu einem der Handelspartner des russischen Gaskonzerns Gazprom. Österreich wolle nicht zuletzt aufgrund der historisch gewachsenen engen wirtschaftlichen Beziehungen weiterhin im engen Dialog mit Russland bleiben. „Wir müssen die Zusammenarbeit mit Russland stärken“, so der Kanzler. Kurz verwies nach seinem Treffen  mit Putin auch darauf, dass die Kooperation zwischen OMV und Gazprom eine ist „die nicht nur in schönen Zeiten funktioniert, sondern auch in schwierigen Zeiten.“ Auch Russland sei „an einem Ausbau und einer Vertiefung der Zusammenarbeit interessiert“, so Putin, der Österreich eine Verlängerung des bestehenden Gasliefervertrags bis 2040 garantierte. 

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